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14.01.2011

Die Aufgabe: Passanten schützen. Und zwar schnell. Was war passiert mit der Glasfassade am Gebäude der Stadtwerke München? In der mit 2760 Einscheibensicherheitsglas bestückten Fassade waren einige Scheiben spontan gebrochen und auf die Straße hinab gestürzt. Und das bei einer modernen Fassade, die im Jahr 2001 fertig gestellt worden ist. Nur mit viel Glück ist bei dem Absturz, bei dem 170 Kilo Glas niederprasselten, niemand verletzt worden. Aufgabe für die erfahrenen Spezialisten der HAVERKAMP GmbH: Die Fassade kostengünstig aber effektiv sanieren und zwar so, dass die transparente Architektur nicht beeinträchtigt wird und ein erneutes Glasbruch- Risiko, welches durch das bloße Austauschen der Scheiben weiterhin bestehen würde, ausgeschlossen wird. Die Lösung der seit nahezu drei Jahrzehnten weltweit tätigen und renommierten deutschen Spezialistin für High-Tech-Folien: PROFILON® FF.

PROFILON® FF verhindert gefährlichen Absturz von Glasfassadenteilen

 

Diese speziell entwickelte Fassadenschutzfolie sichert nachträglich Glasfassaden, Glasbrüstungen und Über-Kopf-Verglasungen mit vorgespannten und teilvorgespannten Gläsern, den Einscheibensicherheitsgläsern (ESG). Die Glasfassade der Stadtwerke München ist alles andere als ein Einzelfall. Glasfassaden, die mit ESG-Gläsern bestückt sind, bergen diese Gefahren, wie die erfahrenen HAVERKAMP-Spezialisten erläutern. Der Nachweis des in diese Gläser potentiell eingeschlossenen Nickelsulfides war nämlich bis vor einigen Jahren nur ungenau messbar. Dies wiederum führte dazu, dass ESG in Fassaden eingebaut worden sind, deren Nickelsulfideinschluss im Verlauf von zwei bis zehn Jahren, durch Wärmeeinfluss, stetig wächst. Berührt schließlich dieser Einschluss die Grenze zwischen hoher Zugspannung im Kern des Glases und hoher Druckspannung im äußeren Bereich des Glases, bricht die Scheibe spontan und fällt zu Boden.

HAVERKAMP bietet für diese äußerst gefährliche Sicherheitslücke mit der Fassadenfolie PROFILON® FF eine Produktlösung an, die das Abstürzen der gesprungenen Glasfassade verhindert. Die Folie hält das Glas durch die flächige Splitterbindung zusammen, erhöht die Resttragfähigkeit des Glases und verhindert dadurch den Absturz des Fassadenelements. Unkalkulierbare Risiken für Passanten werden selbst bei hohen Windbelastungen erheblich reduziert. Zusätzlich lässt sich diese Folie auch präventiv zum Schutz vor Vandalismus und Auswirkungen von Sekundärschäden bei Anschlägen einsetzen. Die hohe Splitterbindung führt zudem zu beachtlichen sprengwirkungshemmenden Eigenschaften, so dass im Falle einer Explosion die Sekundärschäden wesentlich reduziert werden. Durch die Transparenz der Sicherheitsfolie bleibt die Optik der Glasfassade gleichzeitig erhalten.

HAVERKAMP, wegen der hohen technischen Ansprüche an derartige Folien einziger europäischer Hersteller, hat in den zurückliegenden Jahren bereits mehrere zehntausend Quadratmeter Glasfassade mit PROFILON® FF ausgestattet und damit Gefahren ausgeschaltet. Erfolgreiche Referenzobjekte sind neben der Stadtwerke-Zentrale München unter anderem das IBM-Gebäude in Wien, das Maritim-Hotel am Frankfurter Airport sowie das Daimler-Chrysler Entwicklungszentrum in Sindelfingen.

Das selbst forschende und entwickelnde Unternehmen HAVERKAMP aus Münster überlässt im hochsensiblen Bereich der Sicherheits- und Folientechnik nichts dem Zufall: Sowohl Beratung und Planung als auch Einbau der nachrüstbaren PROFILON® FF nehmen HAVERKAMP-Spezialisten höchstselbst vor. Die Laminierung der Glasfassadenteile erfolgt in den allermeisten Fällen vor Ort mittels unterschiedlicher Montagetechniken, welche von der Fassadenkonstruktion abhängen.
Und genauso wurde auch der Auftrag der Stadtwerke München realisiert: Die HAVERKAMP GmbH aus dem westfälischen Münster stemmte die Mammutaufgabe als Generalunternehmerin inklusive aller organisatorischen und logistischen Anforderungen sogar schneller als vorgegeben. Der Arbeitsbetrieb in den Münchener Stadtwerken konnte, während die Fassadenscheiben demontiert, vor Ort mit einer speziell entwickelten Maschine laminiert und wieder montiert wurden, unbeeinträchtigt weiterlaufen. Noch vor Ablauf der angesetzten Fünf-Monate Sanierungszeit wurde die Absperrung um das Gebäude entfernt. Auftrag erledigt!

Autor: Matthias Cieslak | Silke Gärtner

 

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