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11.06.2011

Der Weltöffentlichkeit blieb nur der offiziell verbreitete Blick von außen auf das Geschehen beim gerade zu Ende gegangenen G8-Gipfel in Heiligendamm. Sicherheitstechniker des Unternehmens HAVERKAMP aus dem westfälischen Münster hingegen hatten vom 6. bis 8. Juni rund um die Uhr ein Auge auf die Staats- und Regierungschefs, die in Heiligendamm tagten.

Rund um die Uhr den G8-Gipfel im Spezialistenblick: HAVERKAMP aus Münster schützte die Tagungsstätten in Heiligendamm

 

Und zwar auf besonderen Wunsch des Bundeskriminalamtes hin. In dessen Auftrag hatten die weltweit tätigen Sicherheitstechnikspezialisten von HAVERKAMP im unmittelbaren Sicherungsbereich um das Kempinski Grand Hotel und die weiteren G8-Gipfel-Tagungsstätten einen drei Kilometer langen Zaun mit
MicroGARD®, der hochmodernen digitalen Zaunsensorik ausgestattet.
Während alle Welt vornehmlich über den weithin sichtbaren, 2,50 Meter hohen Hauptzaun, der das Ostseebad auf einer Länge von annähernd 13 Kilometer „abschirmte“, sprach, kümmerten sich die HAVERKAMP-Techniker um den zweiten, engsten Sicherungsbereich, die sogenannte Zone I, rund um den Tagungsort. Ausgewählten, geheimschutzüberwachten Mitarbeitern von HAVERKAMP war dazu im Vorfeld und während des G8-Gipfels höchste Geheimhaltung abverlangt worden. Über Details aus diesem und wohl sensibelsten Sicherungsbereich dürfen sie nach wie vor nicht sprechen.
Rund um die Uhr, ganz nah dran zu sein: Für die HAVERKAMP-Techniker bedeutete dies, bereits vor Beginn des G8-Gipfels und währenddessen unmittelbar an den Tagungsstätten in Heiligendamm in 24-Stunden-Bereitschaft zu stehen. Um den Zaun mit Digital-High-Tech auszustatten, war ein immenser Aufwand nötig gewesen. Unter anderem mussten die HAVERKAMP-Spezialisten annähernd einen Kilometer Stromversorgung und Datenleitung durch ein dicht bewachsenes Waldgebiet legen. Mehrere Zufahrtsstraßen sowie Einfahrten von Anwohnern wurden unterirdisch mit Gräben durchzogen, um Kabel zu verlegen. Selbst unter den Gleisanlagen der historischen Bäderbahn „Molli“, mit der die Journalisten während des G8-Gipfels zu den Pressekonferenzen gebracht worden sind, legten die Techniker des münsterischen Unternehmens Kabelleitungen. Ein Teil des digital gesicherten Zaunes war auch zur Ostseeseite hin aufgebaut, so dass auch Leitungssysteme im Wasser verliefen.
Eine weitere Aufgabe von HAVERKAMP im Rahmen des gerade zurückliegenden G8-Gipfels war die technische Sicherung der beiden Hubschrauberlandeplätze.
Zentrale Schaltzentrale für die HAVERKAMP-Sicherheitstechnik vor und während des G8-Gipfels war eine Rehabilitationsklinik direkt am Strand von Heiligendamm. Von dort aus überwachten die Spezialisten von HAVERKAMP rund um die Uhr ihre Technik, mit der sie aus mechanischen Zäunen hochwirksame Sicherheitszäune werden lassen. Das digitale System MicroGARD® wird von HAVERKAMP bereits seit mehreren Jahren weltweit auf Maschendraht-, Gittermatten-, Draht- und Streckmetallzäune aufgesetzt. Das System detektiert äußerst genau, an welcher Stelle ein Zaungeflecht aufgehebelt, durchtrennt, überstiegen oder das System sabotiert wird, meldet dies und lenkt Objektive von Überwachungskameras punktgenau zum Ort des Geschehens.

Autor: Matthias Cieslak | Silke Gärtner

 

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