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30.11.2006

Der deutsche Mittelstand klopft in Saudi-Arabien an die Türen – mit dabei: Die deutsche Spezialistin für Sicherheitstechnik und Sonnenschutztechnik, die HAVERKAMP GmbH aus Münster. Deren Geschäftsführer, Ulrich Haverkamp, ist jetzt von einer Zusammenkunft der Deutsch-Saudischen Gemischten Wirtschaftskommission aus Riad zurückgekehrt. Prominentester Mitreisender von deutscher Seite: Michael Glos, Bundesminister für Wirtschaft und Technologie.

Ulrich Haverkamp begleitet Wirtschaftsminister Michael Glos nach Saudi-Arabien

 

In dessen Auftrag hatte der Nah- und Mittelostverein (Numov) die Wirtschaftsdelegation zusammengestellt. Und hatte damit, so bestätigt auch Ulrich Haverkamp, eine neue Richtung in die deutsch-saudische Wirtschaftsbeziehung gebracht. Erstmals nämlich waren es Vertreter von überwiegend kleineren und mittelständischen Unternehmen, die zu einer offiziellen deutschen Wirtschaftsdelegation im Nahen Osten gehörten.
Für sein Unternehmen zieht Ulrich Haverkamp ein positives Fazit der Arbeitsreise nach Riad. „Saudi-Arabien plant sehr interessante Projekte“, erklärt er nach seiner Rückkehr in die HAVERKAMP-Unternehmenszentrale in Münster: „Das Königreich wünscht sich hierbei eine starke Beteiligung deutscher Unternehmer.“ Unter anderem geht es dabei um einen 900 Kilometer langen Grenzzaun zwischen Saudi-Arabien und dem Irak, für den HAVERKAMP mit einer digitalen Zaunsensorik eine konkrete technische Lösung parat hat. „Das Sicherheitsbedürfnis in Saudi-Arabien hat insbesondere nach der Anschlagserie 2003/2004 stark zugenommen“, so Ulrich Haverkamp.
Ein Gesprächspartner für Ulrich Haverkamp in Riad war der Präsident der saudischen Handelskammer, Sheikh Abdulrahman al-Jaraisy. Dieser erklärte, dass sein Land bei der positiv verlaufenden Modernisierung der Wirtschaft stark auf deutsche Spitzentechnologie und das Know-how deutscher Ingenieure setze. HAVERKAMP hatte für ein Regierungsgebäude im Wüstenstaat bereits Sicherheitstechnik geliefert.

Unterdessen freut sich Ulrich Haverkamp über Unterstützung und Vertrauen von allerhöchster Stelle. Bundeswirtschaftsminister Michael Glos übergab während der Reise nach Saudi-Arabien nämlich einen Brief von Bundeskanzlerin Angela Merkel an König Abdullah. Dessen Inhalt: Saudi-Arabien möge bei Investitionen in die eigene Sicherheit deutsche Unternehmen zu Rate ziehen.
Nach Angaben des deutschen Wirtschaftsministeriums habe sich die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Saudi-Arabien in den zurückliegenden Jahren stark entwickelt, was sich im stetig gewachsenen Warenaustausch zeige. Saudi-Arabien sei diesbezüglich für Deutschland führender Handelspartner in der arabischen Welt. Die deutschen Exporte seien im Jahr 2005 um 32 Prozent, die Importe gleichzeitig um 29 Prozent gestiegen.

 

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